St. Bonifatius

Unsere Pfarrkirche und Heimat
der Jugendkirche JONA

Holbeinstraße 70
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069 . 695 97 58 50

Was der Geist den Gemeinden sagt (Offb 3,6)
25 Jahre Elisabeth Straßenambulanz
Waldgottesdienst / Rückblick
Taizé-Gottesdienst im September
Terminkalender
> Alle
04.10.
Spätschicht

 in St. Bonifatius
13.10.
Fiat Lux – Gottesdienst

 in St. Bonifatius
Leben am Kirchort
Fiat Lux mit dem Goethe KOMMchester

St. Bonifatius: ein Ort lebendiger Gottesdienste mit allen Sinnen, Treffpunkt für Kinder, Familien, Singles, Menschen jeden Alters, aufgeschlossen, modern, offen für Neues – herzlich willkommen!

Kath. Öffentliche Bücherei St. Bonifatius

Die KÖB St. Bonifatius ist eine sehr aktive Bücherei, die von vielen Gemeindemitgliedern, vor allem Kindern gerne genutzt wird. Unsere Spezialität: Das Bilderbuch-Kino. Mehr auf unserer Seite bonifatius-ffm.de/koeb-bonifatius

Kath. Kindertagesstätte St. Bonifatius

Die Kita St. Bonifatius besuchen 80 Kinder in vier Gruppen. Zurzeit befindet sich die Kita im Umbau. Unser Übergangsquartier befindet sich direkt neben der Kita St. Aposteln. Wir freuen uns auf den Einzug in das schöne neue Gebäude im Herbst 2018.

Ansprechpartner

Sebastian H. Schwarzer
Pastoralreferent
Geistlicher Begleiter
Seelsorgliche Ansprechpartner
Tel.: 069 . 695 97 58 50
s.schwarzer@bonifatius-ffm.de

Dr. Herbert von Laer
Vorsitzender Ortsausschuss
Tel.: 0173. 608 32 05
doclaer@gmx.de

Christoph Kuhn
Organist
Tel.: 069. 45 06 12
ck@kuhnator.de

Frank Weller
Küster / Hausmeister
Tel.: 0170. 835 94 31
f.weller@bonifatius-ffm.de

Ortsausschuss St. Bonifatius

Der Ortsausschuss St. Bonifatius ist ein Ausschuss des Pfarrgemeinderats. Er berät über die Gestaltung der Kirche, plant Veranstaltungen am Kirchort und trifft Entscheidungen für die Seelsorge und das Gemeindeleben.

Vorsitzender des Ortsausschusses:

Dr. Herbert von Laer

 

Weitere Mitglieder: 

Jürgen Bremer, Michael Christof, Sebastian H. Schwarzer, Frank Weller

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MEHR
Gruppen

BonEvent – Team

Das BonEvent-Team veranstaltet jährlich fünf Abende unter dem Titel: „Menschen aus unserer Stadt erzählen aus ihrem Leben.“ Das Team sucht geeignete Referent/Innen mit unterschiedlichsten Berufen und Themeninhalten. Wir treffen uns zur Vorbereitung regelmäßig einige Tage vor der nächsten Veranstaltung. Kontakt zum Team: Peter Deutsch, 069. 62 51 44 // p.j.a.deutsch@gmail.com

Frauengruppe

Unsere Frauengruppe trifft sich monatlich, zu gemeinsamen Frühstücken, Gesprächen, Vorträgen, Adventsbasteleien und interessanten Unternehmungen, wobei uns das Miteinander sehr wichtig ist, sodass jede Unternehmung mit einem Kaffee oder gemeinsamen Essen beschlossen wird, um das Erlebte miteinander teilen, sich miteinander austauschen und auch den anderen zuhören zu können, sowie darüber hinaus einmal jährlich zu einem Ganztagsausflug und einem 2-tägigen Einkehrtag mit unterschiedlichen Themen. Die Treffen sind in der Regel am letzten Mittwoch eines Monats um 9:30 Uhr im Kleinen Pfarrsaal; jedoch wird im Pfarrblatt immer rechtzeitig veröffentlicht, was auf dem Programm steht, und wann und wo der Treffpunkt ist. Kontakt: Gabriele Loosen, G.Loosen@t-online.de

Katholische Öffentliche Bücherei (KÖB)

Die Bücherei bietet zu ausgewählten Öffnungszeiten, Kindersachbücher und Comics auszuleihen. Termine zu den monatlichen Bilderbuchkinos für drei- bis sechsjährige entnehmen Sie bitte der Homepage der Bücherei. Kontakt: zu den Öffnungszeiten oder per eMail an info@koeb-ffm.de

Kirch-Café – Team

Wir finden es schön, wenn die Gemeinde nach dem Gottesdienst noch ein wenig zusammenbleibt: Deshalb bieten wir jeden ersten und dritten Sonntag nach dem Gottesdienst die Gelegenheit, bei einer guten Tasse Kaffee andere Gemeindemitglieder zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Kirch-Café findet in der Regel jeden ersten und dritten Sonntag im Monat (außer in den Ferien) nach dem Gottesdienst im Schülercafé Orca statt. Kontakt zum Team:
Karl Brendel, 0177 82 95 238 // karl.g.brendel@gmx.de

Kirchenchor

Chormusik in Gottesdienst und Konzert: Chor St. Bonifatius wirkt auf vielfältige Weise … singen Sie mit! Proben immer mittwochs um 20:00 Uhr im Kleinen Pfarrsaal (Eingang Achenbachstraße). Kontakt: 069. 65 54 22

Seniorenclub

Der Seniorenclub trifft sich 2x im Monat dienstags um 15:00 Uhr im Kleinen Pfarrsaal zu einem gestalteten Thema. Genaue Termine und Themen können Sie dem Pfarrbrief entnehmen. Kontakt: Frau Stock, Tel. 069. 63 77 52

Spätschicht

Interessierte treffen sich zu einem spirituellen Impuls mit Elementen der Stille, des Gesangs und des Austauschs, anschließend sind alle zum gemeinsamen Abendessen in den Kleinen Pfarrsaal eingeladen. Die Abende finden in der Regel am ersten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr in der Krypta von St. Bonifatius (Eingang Achenbachstraße) statt. Kontakt: Bernhard Knopp, 069. 62 90 49 // bernhard.knopp@gmx.de

Ufü’s

Die Ufü’s („um die 50“) sind eine Gruppe von ca. 20 – 25 Personen, die sich an jedem 3. Samstagabend im Monat (ab Januar 2018 im Orca) zum gemütlichen Beisammensein bei Gesprächen über Gott und die Welt, zum Essen & Trinken und Spielen treffen. Kontakt: juergen.bremer@hotmail.de

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INFORMATIONEN ZU DEN AM KIRCHORT AKTIVEN GRUPPEN
Die St.-Bonifatius-Kirche

Als 1926 die Arbeiten begannen, erschien die moderne Bauweise von St. Bonifatius manchem Zeitgenossen als Sakrileg. Durfte eine Kirche wirklich in Eisenbeton ausgeführt und mit Klinker verblendet werden? Schon bald zeigte sich: Ja! Gerade diese scheinbar profanen Baustoffe ermöglichten Martin Weber eine Rauminszenierung, die St. Bonifatius eine einzigartige Würde und dem Architekten eine überregionale Bekanntheit verlieh. St. Bonifatius war Webers erste große Kirche in Frankfurt und bildete den Auftakt zu zahlreichen ähnlichen Projekten in der Stadt des Neuen Bauens. Mit ihrer expressiven Formensprache und dem charakteristischen sechseckigen Chorturm ist die Bonifatiuskirche bis heute ein Hingucker.

Grundriss

St. Bonifatius erhebt sich im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen auf einem längsrechteckigen Grundriss, der sich – dem Verlauf der Thorwaldsenstraße folgend – von Osten nach Westen erstreckt. Der Baukörper ist in eine Ober- und Unterkirche unterteilt. Der für Gemeindegottesdienste konzipierte Hauptsaal läuft auf einen zentralen Chor im Westen zu. Dieser schneidet den Turm auf sechseckigem Grundriss so an, dass vier der Turmseiten gleichzeitig den Chorabschluss bilden. Unter dem Chorraum findet sich eine Kapelle, die zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet wurde. Im Süden schließt sich das Pfarr- und Gemeindehaus auf winkelförmigem Grundriss an die Fassade an.

Außenbau

Die in Eisenbeton ausgeführte Kirche ist nach außen mit rotem Klinker verblendet.Zwischen zwei massiven quaderförmigen Treppenhäusern springt im Osten das von einem Staffelgiebel überragte Hauptportal zurück, dem wiederum eine großzügige Freitreppe vorgelagert ist. An der gegenüberliegenden Westseite des Baus erhebt sich der Turm mit seiner zifferlosen Uhr. Die lanzettförmigen Fenster der Kirche und die Schallöffnungen des Turms sind jeweils mit einem Dreiecksabschluss versehen und betonen so die Aufwärtsbewegung des Baus: Diese beginnt am Fuß der Freitreppe und gipfelt im steinernen Kreuz auf der Turmspitze.

Innenraum

Die in Eisenbeton ausgeführte Halle ist von gewölbten Spitzbögen geprägt, die auf Fußbodenniveau ansetzen, den Raum überspannen und gliedern. Dem Besucher öffnet sich ein unverstellter Blick auf Chor und Tabernakelstele (ehemals Hochaltar), die – ebenso wie die darunterliegende Kapelle – von einer modernen Variante des Netz-/Sterngewölbes überfangen werden. Ursprünglich verfügte die Kirche über zwei Bankblöcke, die um 2005 durch eine mobile Bestuhlung ersetzt wurden. Der Chor ist um zehn Stufen (und eine weitere zum Tabernakel) erhöht, welche die Turmform aufgreifen und somit die angeschnittenen Außenwände fortführen. Unter der im Osten gegenüberliegenden Orgelempore steht mittig der Taufstein.

Liturgie und Raum

Für die Doppelfunktion als Pfarr- und Gedächtniskirche schuf Weber zwei logische Einheiten: Die Unterkirche erinnerte mit einer Kapelle an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Die mächtige Spitzbogenhalle dagegen war dem Gemeindegottesdienst vorbehalten. Ursprünglich hob der Architekt den Altar und Chorbereich durch Farbe, Licht und Raumgliederung hervor. Diesen Gedanken betonte zusätzlich die Orgel, die zur Bauzeit seitlich über dem Altar angeordnet war. Nach Aussagen von Martin Weber sollte der Gang vom Hauptportal zum Altar auch den Aufstieg vom dunklen Diesseits in ein strahlendes, wie durch ein Lichtbaldachin überhöhtes Jenseits versinnbildlichen.

Seit 2005 ist St. Bonifatius Heimstatt der „Jugendkirche Jona“. Für die alle 14 Tage angesetzten Jugendgottesdienste wurde ein neuer Altar in die Mitte der Kirche gesetzt, um den die Teilnehmer einen Stuhlkreis bilden können. Hierfür wird die Halle mit einem segelförmigen Raumteiler untergliedert, der den Chorbereich abtrennt. 2014 erhielt die Kirche zudem ein variables Beleuchtungskonzept: Der Innenraum lässt sich nun u. a. über im Boden oder den charakteristischen Nischen eingelassene Leuchtkörper je nach Anlass farbig, kalt- oder warmweiß inszenieren.

Ausstattung

Über dem Haupteingang findet sich eine Skulptur des Namenspatrons St. Bonifatius. Sie wurde vom Bildhauer Arnold Hensler (1891-1935) gefertigt, der Weber bei mehreren seiner Frankfurter Kirchen unterstützte. Die Figur zeigt Bonifatius als jungen Missionar, was der Idee einer Gedenk- und Jubiläumskirche zum ersten Auftreten des Heiligen entspricht. Ursprünglich waren vier weitere Figuren vorgesehen, die jedoch aus Geldmangel nicht ausgeführt wurden. Wie Bonifatius bezogen sich auch diese auf Hessen oder angrenzende Regionen.

Die Figuren der später beräumten Nebenaltäre, von denen heute wieder die Madonna über den Altarstufen zu sehen ist, stammen vom Frankfurter Bildhauer Johann Belz (1873-1957). Hauptaltar, Tabernakel, die kleinen Altarleuchter (die großen Leuchter wurden erst später in Anlehnung an Webers Wettbewerbsentwurf nachgearbeitet) und die an einer Kette aus dem Turm herabhängende Ampel für das Ewige Licht entwarf Martin Weber. Dabei bediente er sich einer schlichten Formensprache, die der modernen Anmutung seiner Architektur entsprach. Altar und Tabernakel haben sich im Gegensatz zu Ampel und Leuchtern nicht erhalten. Gleiches gilt für die ursprüngliche Orgel, die seitlich über dem Altar angeordnet war. Sie wurde mit Zwischenstufen schließlich 1994 durch eine raumgreifende Orgel auf der dem Chor gegenüberliegenden Empore ersetzt. In der Kapelle wurde 1973 eine farbige Fenstergestaltung des Malers Joachim Pick ergänzt. Bereits in den späten 1960er Jahren hatte der Krefelder Künstler Johannes Beeck die Chorfenster in abstrakten Formen ausgeschmückt. Mit der Nutzungserweiterung zur Jugendkirche schuf der Niederbreitbacher Bildhauer Hans Rams um 2005 das neue Ensemble aus Ambo, Sedilien und zentralem Altar.

Baugeschichte

Die ersten Planungen zu St. Bonifatius reichen ins Jahr 1897 zurück. Die katholische Gemeinde im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen wollte ihrem Platzmangel mit einem Neubau abhelfen. Ein eigens gegründeter Kirchenbauverein verständigte sich mit dem Paderborner Bonifatiusverein, zum 1200-jährigen Jubiläum des ersten Auftretens des „Apostels der Deutschen“ 1916 eine Kirche zu errichten. Durch den Ersten Weltkrieg verschob sich das Projekt immer wieder, bis 1925 endlich ein Wettbewerb ausgeschrieben wurde. Das Preisgericht entschied sich für einen Entwurf Martin Webers, mit dem 2. Preis wurde Hans Herkommer, mit dem 3. die Gemeinschaft Huch und Grefges ausgezeichnet.

Letztlich ausgeführt wurde eine Kombination von Webers Siegerentwurf und einer Alternativplanung mit sechseckigem Turm, die er ebenfalls eingereicht hatte. Der Grundstein wurde am 27. Juni 1926 gelegt, am 7. August 1927 die Weihe begangen. Nachdem man bis 1948 Kriegsschäden an Gewölbe und Ausstattung beseitigt hatte, erfuhr vor allem das Innere zahlreiche Eingriffe – von der nachkonziliaren Neuordnung des Altarraums (künstlerische Leitung: Bischöfliches Bauamt Limburg) in den späten 1960er Jahren bis zur Neugestaltung der Gedenkkapelle, die heute Werktags- und Gruppengottesdienste aufnimmt. Mit der Renovierung von 1987 erhielt der Kirchenraum weitestgehend sein ursprüngliches Aussehen zurück. Letzte Veränderungen, z. B. die Einrichtung einer mobilen Bestuhlung, wurden mit der Nutzungserweiterung zur Jugendkirche 2005 erforderlich.

Architekt: Martin Weber

St. Bonifatius war der erste große Kirchenbau Martin Webers, der im zeitgenössischen Frankfurt polarisierte. Während diverse Fachkollegen Webers moderne Ansätze lobten, störten sich Kritiker an den „unwürdigen“ Baustoffen Eisenbeton und Klinker. Diese Debatte verhalf Weber zu überregionaler Bekanntheit und bildete den Auftakt seines umfassenden Werks als Kirchenbaumeister. Der 1890 in Frankfurt am Main geborene Weber absolvierte eine handwerkliche Ausbildung und besuchte anschließend die Bau- und Kunstgewerbeschule in Offenbach. Von 1914 bis 1915 arbeitete er für zwei renommierte Kirchenbauer: in Darmstadt für Friedrich Pützer und in Offenbach für Dominikus Böhm. Nach dem Ende seines Kriegsdienstes zog sich Weber von 1919 bis 1921 als Oblate ins Kloster Maria Laach zurück. Anschließend arbeitete er bis 1924 erneut mit Böhm, mit dem er als „Atelier für Kirchenbaukunst“ deutschlandweit Projekte verwirklichte.

1925 machte sich Weber in Frankfurt selbstständig. Nach St. Bonifatius schuf er – abgesehen von vereinzelten Profanbauten wie der Volksschule in Gutach (1931) – vor allem katholische Kirchenbauten in seiner Heimatstadt. Einige davon waren Teil der Siedlungen des Neuen Frankfurt, die von 1925 bis 1930 unter Leitung des legendären Stadtbaurats Ernst May entstanden. Webers Heilig-Kreuz-Kirche in der Siedlung Bornheimer Hang übernahm sogar die Funktion einer lokalen Stadtkrone. Der Architekt ging bei der Planung seiner Kirchen stets vom Altar als Mittelpunkt des Raums aus, auf den hin er alle Inszenierung zuspitzte. 1941 verstarb Martin Weber im Alter von 50 Jahren an einem Hirnschlag.

 

Quelle: www.strasse-der-moderne.de (Autor: Julius C. Rheinsberg, M.A.)

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